Machos unter den Männern sind oft nicht gesund

Machos unter den Männern sind oft nicht gesund

Langsam aber sicher werden sie weniger. Doch es gibt sie immer noch. Die totalen Machos unter den Männern. Doch langsam sollten wir Männer mal verstehen, dass dies Spezies kaum erwünscht ist und außerdem auch noch krank macht. Dies belegt eine neue Studie, welche besagt, dass richtige Machos unter uns Männer viel öfter krank sind.

Machos sind nicht mehr gefragt

Daran erinnert sich noch mancher. Ein paar vielleicht sogar mit Wehmut. Ein Macho müsse man sein, das hat Rainhard Fendrich in den späten 80ern erkannt. Seither hat sich allerdings viel geändert, die traditionellen Geschlechterrollen werden immer stärker hinterfragt. Ein schnelles Auto, viel Geld und mächtig Erfolg bei den Frauen sind nicht mehr zwingende Errungenschaften, die man als Mann aufweisen muss, um sich gut zu fühlen. Sogar das Gegenteil scheint der Fall zu sein, wenn man einer neuen Untersuchung Glauben schenken möchte.

Probleme mit der Psyche treten vermehrt auf

Eine Studie, vor kurzem durchgeführt, hat ein überraschendes Ergebnis gezeigt. Demzufolge haben Männer, die sich stark an den traditionellen Normen orientieren, ein erhöhtes Risiko, von psychischen Problemen betroffen zu sein. Macht über Frauen und Playboy-Verhalten erwiesen sich als zwei besonders problematische Ideale. Wer sich damit identifizieren kann, neigt offensichtlich besonders stark zu Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. Auf den ersten Blick scheint das nahezu verwunderlich zu sein, schließlich werden diese Eigenschaften - egal was man von ihnen hält - auch mit einem hohen Selbstbewusstsein in Verbindung gebracht.

Gesellschaft hat sich verändert

Sieht man etwas genauer hin, macht der Zusammenhang aber gleich in mehrfacher Hinsicht eine Menge Sinn. Zunächst handelt es sich hier um Ideale, die nicht zuletzt aufgrund der Veränderungen in der Gesellschaft kaum einzuhalten sind. Vor allem der Wunsch nach Macht über Frauen ist in einer feministisch geprägten Zeit nur schwer zu erfüllen. Generell gesprochen dürfte die früher oft gefeierte Macho-Einstellung heute nicht ganz so prächtig ankommen. Es ist aber auch davon auszugehen, dass sich viele Männer, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, unbewusst stärker an den genannten Idealen orientieren. Wer etwa von Depressionen betroffen ist, hat oftmals auch ein niedriges Selbstbewusstsein und versucht dieses womöglich mit einer Macho-Attitüde zu verstecken. So verbirgt sich hinter dem ein oder anderen harten Kern bekanntlich ja dann doch eine weiche Schale.

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